Erfahrungsbericht aus dem Urlaub

Wer seine Freizeit gerne unter freiem Himmel verbringt und dabei auf unterhaltsame Gesellschaftsspiele nicht verzichten möchte, für den dürfte Wikinger Schach eine schöne Bereicherung sein. Die nordische Spielvariante kann flexibel genutzt werden. Ob ihr zu zweit spielt oder in größeren Teams gegeneinander antreten möchtet, ist dabei ganz euch überlassen. Die Spielregeln sind im Prinzip recht simpel. Da das Spiel auf 6 Wurfhölzer / Durchgang ausgelegt ist, ist die Verteilung der „Wurfgeschosse“ flexibel zu gestalten. Am häufigsten wird Wikinger Schach vermutlich mit 2 bis 6 Spielern gespielt.

In meinem letzten Urlaub hat und das Spielfieber sogar soweit gepackt, dass wir das ein oder andere Mal bis tief in die Nacht hinein gespielt haben. Das war super witzig, weil man durch die Dunkelheit mehr oder weniger erahnen musste, wo sich die Zielhölzer befanden. Sicherlich kannst du dir ausmalen, wie sehr die Trefferquote in den Keller ging! Nach einiger Zeit kamen wir dann schließlich auf die Idee, eine helle Kopflampe zu gebrauchen, welche ich mir eigentlich zum Joggen eingepackt hatte. Die zusätzliche Herausforderung gab dem Spiel wiederum einen neuen Charakter und war für uns ein abwechslungsreicher Ansporn.

Konzentration ist hier das A und O

Diejenigen, die Wikinger Schach bereits gespielt haben dürften wissen, dass es eine reine Konzentrationssache ist. Es gibt so Tage, da räumst du gefühlt, alles ab und dann gibt es diese Phasen wo einfach nichts gelingt. Das Momentum spielt hier oft eine große Rolle. Nach ein paar getroffenen Hölzern ist das Selbstvertrauen so groß, dass man in einer Art „Flow“ kommt. Wer zu viel nachdenkt und verkrampft, wirft tendenziell eher daneben!

Ich persönlich mag aber auch diese Phasen, in denen augenscheinlich mal so gar nichts zusammenläuft. Die Kunst ist es dann, den Kopf bzw. die Gedanken zu „reseten“ und sich frei zu spielen. Das ist natürlich herausfordernd aber gerade wenn man Spielstände dreht und man spürt, wie sehr der Gegenüber ins Grübeln kommt, kann das schon mal ganz amüsant sein. Im Sport ist das nichts anderes. Schaut man sich einmal ein Tennis-Match genauer an so wird man feststellen, wie häufig dieses Momentum hin und her wechselt. So kann es passieren, dass eine scheinbar gegessene Partie mit komfortabler 2:0 Satzführung kippt, und noch verloren wird.

Spielspaß für jung und alt

Nicht selten weckt unser Kubb-Spielfeld das Interesse neugieriger Spaziergänger. Sobald das Set aufgebaut ist und man mit den ersten Würfen begonnen hat, bleiben Passanten stehen und schauen interessiert zu. Dass dieses Spiel eine große Zielgruppe anspricht, wird hier schnell deutlich. Nicht selten sind es Familien mit Kindern, junge Studenten aber auch ältere Herrschaften, die mehr über das Spiel erfahren möchten und sich nach dem Namen des Spiels erkundigen oder vielleicht sogar Lust bekommen, es selbst zu kaufen.

Der Ehrgeiz, die kleinen Holzklötzchen in einer gewissen Regelmäßigkeit zu treffen ist ebenso schnell geweckt, wie das Spiel aufgebaut ist. Letztlich hat es ein bisschen was von Torwandschießen und Kegeln, wo sowohl die Koordination, als auch die Konzentration abgerufen wird. Fest steht jedoch, dass dieses Spiel eine Menge positives Suchtpotential innehält und in den unterschiedlichsten Altersgruppen Anklang findet.

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